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Awareness

Ans Awareness-Team kannst du dich wenden, wenn du Diskriminierung oder Belästigung erfahren hast, Konflikte oder Emotionen be- oder verarbeiten möchtest oder einfach wen zum Reden brauchst. Die Teammitglieder hören dir zu und überlegen bei Bedarf mit dir, welche Handlungsmöglichkeiten bestehen.

Kontakt

Während der gesamten Veranstaltung kannst mit uns über die DECT-Nummer 113 Kontakt aufnehmen. Falls du kein Zugriff auf ein DECT hast kannst du jederzeit zum Fnordpol gehen und diese werden dir entweder Zugriff auf ein DECT geben oder für dich anrufen. Unsere Laufschichten erkennt man außerdem an den lila Warnwesten.

Über uns

Auf einem Chaos Event werden viele Menschen zusammenkommen. Diese haben allesamt verschiedene Bedürfnisse und sind in ihrem Handeln, Fühlen und Denken unterschiedlich und einmalig.

Rücksichtsvolles Verhalten untereinander und das Respektieren persönlicher Grenzen sollten selbstverständlich sein, doch auch auf dem Event kann es zu Situationen kommen, in denen Menschen durch Worte oder Taten herabgewürdigt oder diskriminiert werden. Belästigungen, Sexismus, Rassismus, Homo-, Bi- und Transfeindlichkeit, Ableismus (Diskriminierung behinderter Menschen), Antisemitismus, Antiziganismus und Klassismus (Diskriminierung armer bzw. sozioökonomisch benachteiligter Menschen) sind auch dann nicht okay, wenn sie unbeabsichtigt geschehen.

Das Awareness-Team ist für dich während dem Event da, und arbeitet auch mit der Projektleitung des Events zusammen.

Was ist Awareness?

„To be aware“ ist Englisch für „aufmerksam / bewusst sein“. Awarenessarbeit bedeutet, Leute zu sensibilisieren, auf sich selbst und andere zu achten - insbesondere auch auf jene, die gesellschaftlichen Erwartungshaltungen nicht entsprechen. Diskriminierung und Grenzüberschreitungen sind häufig den Ausübenden nicht bewusst, den Betroffenen sehr wohl. Da die Bedürfnisse Betroffener oft unsichtbar bleiben, wollen wir sie besonders unterstützen, diese Bedürfnisse ernst zu nehmen und ihnen Geltung zu verschaffen. Auch was Andere vielleicht als „vermeindliche Kleinigkeiten“ bezeichnen oder wegzureden versuchen, kann verletzen und beeinträchtigen und ist es daher wert, problematisiert zu werden.

Ein wichtiger Anteil von Awareness ist die Anerkennung der Definitionsmacht: Ob ihre eigenen Grenzen überschritten wurden, entscheidet immer ausschließlich die betroffene Person. Sonst nimmt sich oft die Mehrheitsgesellschaft das Recht heraus zu entscheiden, wer wann diskriminiert wird und wer nicht. Uns ist wichtig, dass auch Menschen wahrgenommen werden, die sonst nicht gehört oder ernst genommen werden.

Für uns bedeutet das: Wir unterstützen Betroffene einerseits, erlebte Situationen selbst zu verarbeiten. Wir bieten einen Ort für vertrauliche Gespräche. Wir hören zu und unterstützen ggf. dabei, Umgangsmöglichkeiten zu entwickeln und damit Handlungsfähigkeit zu stärken.

Andererseits kommunizieren wir auf Wunsch mit den Personen, von denen Diskriminierung und grenzüberschreitendes Verhalten ausgeht oder ausging. Dabei ist das Ziel die benannte Awareness: Verständnis und Bewusstsein dafür zu erzeugen, wie und warum das eigene Verhalten die Grenzen einer anderen Person verletzt hat. Wir treten dem übergriffigen oder verletzenden Verhalten entgegen, nicht dem Menschen. Ziel ist es, Verantwortung für das eigene Verhalten zu übernehmen.

Wenn es um die Bearbeitung von Konflikten geht, stehen wir auch für Moderation oder Begleitung zur Verfügung.

Wie wir arbeiten

Das Awarenessteam steht euch insbesondere zur Seite, wenn:

Wenn ihr euch an uns wendet, fragen wir euch in der Regel zuerst, was passiert ist und was ihr gerade braucht. Vielleicht habt ihr bereits konkrete Ideen, was wir tun können. Je nachdem, was ihr wünscht, können wir zum Beispiel:

Welches Vorgehen für euch das beste ist, entscheidet immer ihr selbst - wir werden nichts ohne euer Einverständnis tun. Es ist in Ordnung, wenn ihr über etwas nicht reden wollt oder könnt. Jede Reaktion, ob Trauer, Wut, Verzweiflung, Sprachlosigkeit, … ist okay.

Das Awarenessteam wird während dem Event (spätestens ab Tag 0) via DECT (113) erreichbar sein.

Disclaimer: Das Awarenessteam besteht aus Menschen, die für Awareness sensibilisiert sind und in verschiedenen Bereichen Erfahrung haben. Wir unterstützen euch, so gut wir es können. Allerdings möchten wir explizit darauf hinweisen, dass die meisten von uns keine therapeutische Ausbildung haben.

Auf ein wunderbares Chaos-Event! Passt auf euch und aufeinander auf. Euer Awareness-Team

Mitmachen

Wenn uns bei der Awareness-Arbeit unterstützen willst, dann komm bitte Donnerstag/Tag 1, 26.02., von 14:00 bis 15:00 im Raum Spectre vorbei. Hier besprechen wir, was eure Aufgaben auf dem Event wären und schalten euch dann auch für den Wichteltypen frei.

Was wir uns von Interessierten wünschen:

Wir freuen uns, dich kennenzulernen.

Diese Erklärung ist dankend abgeschrieben von c3awareness.